Linsenträgerin Heike im Interview

Heike über ihre Entdeckung von multifokalen Kontaktlinsen


Heike - 44

Künstlerin Heike spezialisiert sich auf Holzinstallationen. Ausserdem ist sie Kunstlehrerin an einer Grundschule. Abgesehen von ihrer Leidenschaft für Kunst liest sie gerne und spielt Feldhockey. Sie ist verheiratet und hat zwei jugendliche Kinder.

Wann haben Sie das erste Mal Kontaktlinsen getragen?

„Das erste Mal trug ich eine Brille, als ich 15 Jahre alt war. Als Student stieg ich dann auf Kontaktlinsen um. Davor hatte ich immer gedacht, dass Kontaktlinsen zu aufwendig seien. Doch ich hatte genug davon, ständig meine Brille suchen zu müssen. Ich konnte kein schickes Modell finden. Ich brauchte eine separate Sonnenbrille mit Stärke, die ich stets verloren habe. Ausserdem bin ich überzeugt, dass eine Brille das Erscheinungsbild definiert. Und das wollte ich nicht mehr.“

Waren Sie zufrieden mit Ihren Kontaktlinsen?

„Als ich sie zum ersten Mal trug, war ich sofort begeistert. Sie sind einfach viel praktischer als eine Brille. Ich hatte nur ein einziges Mal Probleme: Wir waren im Urlaub und haben eine Fahrradtour gemacht und im Freien übernachtet. Da war es gar nicht so einfach, die Kontaktlinsen angemessen zu reinigen. Daher trage ich heute nur noch Tageslinsen, wenn ich im Urlaub bin.“

‘Jetzt kann ich normal weiter arbeiten, ohne dass ich mir Sorgen darüber machen muss, dass ich meine Lesebrille beschädige oder verliere.’

Wann hat Ihnen das Lesen zum ersten Mal Schwierigkeiten bereitet?

„Vor etwa zwei Jahren. Ich sprach mit meinem Optiker. Wir haben zuerst versucht, das Problem zu lösen, indem wir meine normalen Kontaktlinsen ändern. Ich sollte etwas weniger gut in der Ferne sehen können, dafür aber wieder ohne eine Brille lesen können. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Ich wollte alles klar und scharf sehen, und zwar zu jedem Zeitpunkt. Daher fing ich an, eine Lesebrille zu tragen.“

War die Lesebrille eine zufriedenstellende Lösung?

„Nicht wirklich. Ich weiss, dass viele Menschen es aufschieben, eine Lesebrille zu tragen, weil sie nicht alt aussehen wollen. Mir ging es genauso. Doch ab einem gewissen Zeitpunkt, muss man sich einfach eingestehen, dass man eine Lesebrille braucht. Das Problem war, dass ich sie ständig überall vergessen habe. Ich hätte sie mir natürlich um den Hals hängen können, so wie meine Schwiegermutter. Aber das wollte ich nun wirklich nicht. Alternativ hätte ich mich ständig ohne Lesebrille im Lebensmittelladen wiedergefunden und hätte das Kleingedruckte nicht lesen können!“

Heike spricht über ihre Erfahrungen mit Kontaktlinsen bei Alterssichtigkeit

Und dann entdeckten Sie multifokale Kontaktlinsen?

„Ich hatte noch nie von ihnen gehört. Anfangs war ich dann etwas skeptisch. Meine Erwartungen waren eher gering. Und es hat eine Weile gedauert, bis meine Augen sich an die Kontaktlinsen gewöhnt hatten. Aber jetzt haben sie sich daran gewöhnt. Und ich kann gar nicht mehr ohne meine Kontaktlinsen.“

Aber was gefällt Ihnen an Ihren Kontaktlinsen am meisten?

„Sie sind einfach so praktisch. Wenn ich in meinem Studio arbeite, säge ich Holz, muss dann aber auch die Anleitungen lesen. Der Wechsel war ganz schön nervig. Jetzt kann ich normal weiter arbeiten, ohne dass ich mir Sorgen darüber machen muss, dass ich meine Lesebrille beschädige oder verliere. Das ist sicherlich der grösste Vorteil: nie wieder eine verloren gegangene Lesebrille wiederfinden zu müssen!“

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